Von Renate Enöckl
Die Begeisterung stand Lukas, Stefanie, Bernhard und ihren Klassenkameraden
ins Gesicht geschrieben. Der engagierte Psychologe hatte wenig
Mühe, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Die Geschichten über
ihre gefiederten und pelzigen Freunde sprudelten nur so aus den
Neunjährigen heraus, und Landa wurde auch nicht müde,
sie in seinen Vortrag einzubauen. Wie kann man Tieren im Tierheim
helfen, was können Tierebesser als Menschen, und was brauchen
sie wohl zum Glücklichsten? Die Volksschüler wußten
auf fast all seine Fragen die richtige Antwort.
Daß es nicht allen Tieren so gut geht wie ihren Lieblingen
zu Hause - auch das haben die Kinder in zwei stunden Unterricht
erfahren messen. Dias, die zerrupfte Hühner in Legebatterien
oder Schweine und Kühe in ihren engen Boxen zeigten, haben
bei ihnen noch ganz ehrliche Bestürzung aus- gelöst.
Über die Kinder will Landa die Erwachsenen erreichen, wenn
er fragt. "Was können wir gegen solche Zuchtfarmen
tun?" Sie wollen jetzt nur noch Eier von glücklichen
Hühnern kaufen, versprechen alle - und Friedrich Landa hat
damit das erreicht, was er will- Die Kinder sind jetzt nicht
mehr nur Tierfreunde, sie wollen in Zukunft die Tiere auch schützen.
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Alle Kinder können Tierschützer werden
Bei Friedrich Landa und seinem Team vom "Tierschutz
im Unterricht" können alle Schüler Tierschutzexperten
wer- den. Angefordert werden können die Tierschützer
von Lehrern oder Direktoren unter Telefon 0 76 82/76 66. !Unterrichtet
wird für einzelne Klassen oder die ganze Schule - altersgerecht,
versteht sich. In der Volksschule in Wegscheid war man sich jedenfalls
einig: Der Unterricht war so interessant, die Tierschutzlehrer
müssen bald wieder zum Unterricht kommen. Und genau das
wünscht sich Dr. Landa, wenn er in den Schulen gemeinsam
mit den Kinder singt: Alle, Tiere groß und klein, sollen
frei und glücklich sein.
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