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VON MICHAEL NEUDORFER
FRANKENBURG. Rowdys schlagen einen Passanten
nie- der. In einer Legebatterie vegetieren Hühner dahin.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? "Sehr viel",
sagt Friedrich Landa", dennTierschutz ist Menschenschutz."
Der promovierte Psychologe aus Frankenburg am Hausruck leitet
ab sofort das Projekt "Tierschutz im Unterricht". Gemeinsam
mit drei Kollegen besucht 1,anda Schulen in Oberösterreich
und Salzburg, um Kinder und Jugendliche für den richtigen
Umgang mit Tieren zu sensibilisieren. "Wir wollen ihr Bewußtsein
für die Ehrfurcht vor dem Leben öffnen", sagt
Landa im Vorfeld des Welttierschutztages, der morgen begangen
wird.
Er ist davon überzeugt, daß dies ein Rezept gegen
die zunehmende Gewaltbereitschaft von Jugendlichen ist. "Wir
bieten den Schülern ein Ideal an, das auf Mitgefühl
für alle empfindsamen Wesen beruht. Eigentlich ist es eine
Art Ethikunterricht, den wir machen", erklärt der 45jährige
designierte Obmann der Plattform oberösterreichischen Tierschutzorganisationen.
Wie funktioniert nun "Tierschutz im Unterricht"? In
diesen Tagen haben alle Schulen das Angebot erhalten, sich von
Landa & Co. eine oder mehrere
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Schulstunden gestalten zu las-sen. In der
Unterstufe erfahren dabei die Kinder, worauf man bei der Haltung
von Haustieren achten soll, wie es Tieren im Zoo und im Zirkus
geht und welches, Leid Pelztierzucht, Tierversuch und Massentierhaltung
verursachen können.
Für die Oberstufe gestalten die Tierschutzlehrer die Themen
"Ökologische und ökonomische Auswirkungen der
Tierfabriken", "Der Stellenwert des Tierschutzes in
den Weltreligionen" oder "Tierschutz durch bewußte
Ernährung".
Schockierende Dias und Videos wecken dabei das Mitgefühl
für die geschundene Kreatur, machen aber auch bewußt,
daß allein unsere scheinbar harmlosen Konsumgewohnheiten
Gewalt, Ausbeutung und Leid verursachen können. Schulen,
die dieses Service in Anspruch nehmen möchten, können
dies kostenlos tun (0 76 82 76 66), werden aber um Spenden gebeten.
Landa hat das Projekt "Tierschutz im Unterricht", das
seit 1991 von den Tierschutzvereinen bezahlt wird, auf neue
Beine gestellt. Er hat Spezialisten und arbeitslose Junglehrer
um sich geschart und will das Land dazu bewegen, als Finanzier
aufzutreten. Dabei stützt er sich auf das oberösterreichische
Tierschutzgesetz, nach dem es Aufgabe des Landes sei, das Bewußtsein
für Tierschutz zu wecken.
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