Holocaust an den Tieren

    Daily Mail aus GB berichtete am Montag auf einer ganzen Seite über den Schlachtskandal.

    Folgende Fernsehsendungen zeigten Ausschnitte von der Schlachthausdokumentation:
    BR Quer
    ARD Panorama
    MDR "Wir"
    2x ZDF (letzte Woche)
    Im Gegensatz dazu zeigte der "unabhängige" ORF, gefördert mit Steuergeldern aus einigen Bundesländern, den ganzen Sommer über AMA-Werbung für Rindfleisch.
    Die Schlachthaus-Informations-Kampagne, die nun schon fast ein halbes Jahr läuft, zeigt immer mehr Wirkung:

    Das Tierschutzgesetz gilt auch auf dem Schlachthof

    Deutschland:
    (bmvel) - Das Bundesverbraucherschutzministerium hat die Bundesländer aufgefordert, die Beachtung des Tierschutzgesetzes beim Schlachten und die ordnungsgemäße Betäubung von Rindern sicherzustellen. Bereits Ende Juni wurde den Ländern ein Gutachten des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin zugesandt, das auf die Notwendigkeit einer wirksamen Betäubung hinweist...
    Nach jüngsten Berichten über Missstände auch in deutschen Schlachthöfen hat das Bundesministerium die Länder noch einmal gebeten, in den Betrieben, die bis vor kurzem den Rückenmarkzerstörer eingesetzt haben, die Qualität der Betäubung zu überprüfen.

    Die in letzter Zeit wiederholt dargestellten Missstände bei der Schlachtung von Rindern sind nach Auffassung des Bundesverbraucherschutzministeriums nicht zu tolerieren. Sie verstoßen gegen geltendes Recht... Üblicherweise wird in Deutschland die Bolzenschussbetäubung angewandt. In einigen Schlacht- betrieben wurde bis Ende 2000 zusätzlich nach dem Schuss das Rückenmark der Tiere zerstört. Der Einsatz des Rückenmarkzerstörers wurde aus Gründen des Verbraucherschutzes zur Vermeidung des Verschleppens von BSE-Risikomaterial in den Schlachtkörper im Jahr 2000 verboten.
    ...Die Anwendung eines sogenannten Rückenmarkzerstörers ... führt zum sofortigen irreversiblen Tod des Tieres und schaltet Krampfbewegungen aus, so dass ein Anschlingen und Heben der Tiere zum Entbluten gefahrlos möglich wird. Gleichzeitig werden sogenannte Fehlschüsse, die zu einer unzureichenden Betäubung der Tiere führen, verdeckt.

    Das Bundesministerium ... schließe nicht aus, dass über andere, in der Anwendung sicherere Betäubungsmethoden nachgedacht werden muss.
    Der Vorschlag, grundsätzlich nur noch irreversible Betäubungsmethoden zuzulassen, muss Eingang in die Diskussion finden. Das Bundesministerium wird dies auch der Europäischen Kommission vorschlagen: Dort wird eine Änderung der Schlachtrichtlinie von 1993 derzeit vorbereitet.

    Die aktuelle panorama-Sendung über das Brüllen von Rindern NACH der Schlachtung im Schlachthof Jena kann im Internet nachgesehen werden.

    Verbrechen an völlig wehrlos Ausgelieferten

    In tiefer Erschütterung über die Zustände in Nutztierhaltung und Schlachthöfen und in Anbetracht der Ignoranz von Verantwortlichen in Politik und bei den Behörden, sowie all derer, die diese gnadenlose Ausbeutung durch den Konsum von Fleischwaren weiter unterstützen und verursachen, ziehen manche Menschen einen nicht unproblematischen Vergleich.
    Diese Gewalttaten sind nicht Verbrechen aus einer nur schwer verständlichen Vergangenheit. Sie werden tagtäglich in unvorstellbarer Grausamkeit und an einer ebenso unvorstellbar großen Zahl an völlig unschuldigen Lebewesen aus nicht hinterfragter Gewohnheit begangen. Die Verbrechen an Tieren sind nur sehr schwer publik zu machen, weil fast alle Menschen Mittäter und - wenn sie nicht mit eigenen Händen töten - so doch Auftraggeber sind.

    Menschen als fleischgierige Bestien

    Die Tierrechtsbewegung verlangt nicht, dass die Tiere gestreichelt und verhätschelt werden, während sie aus den Tierfabriken in die Schlachthäuser verschleppt werden.
    Der Versuch, die Zustände in Tier-KZ und beim Schlachten durch Richtlinien zu verbessern, hält am prinzipiellen Unrecht von Tierausbeutung und Tötung fest.
    Da in unserer Zeit das ganze Jahr über gesunde und nahrhafte pflanzliche Lebensmittel in reichlicher Auswahl vorhanden sind, gibt es keinen vernünftigen und notwendigen Grund, diese - auf Grausamkeit und Ungerechtigkeit basierende - Schlachthauszivilisation weiter aufrecht zu erhalten und zu fördern.

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    +43 66 43 43 43 66

    Aus einer Rezension von Dr. phil. Alex Hershaft, Vorsitzender von FARM zum Buch Slaughterhouse by Gail A. Eisnitz Prometheus Books, New York, 1997 310 pp, $29.95 hc

    Inmitten unseres protzenden, hedonistischen High-Tech Lebensstils, zwischen den blendenden Denkmälern der Geschichte, Kunst, Religion und des Kommerzes, sind die "black boxes". Das sind die biomedizinischen Forschungs-Laboratorien, Fabrik-Farmen und Schlachthäuser - anonyme Gelände, wo die Gesellschaft ihr schmutziges Geschäft der Misshandlung und des Tötens unschuldiger fühlender Lebewesen durchführt.
    Dies sind unsere Dachaus, unsere Buchenwalds, unsere Birkenaus. Wie die guten deutschen Bürger, haben wir eine ziemlich genaue Idee über das, was dort geschieht, aber wir wollen keinerlei Überprüfung der Wirklichkeit. Wir rationalisieren, dass die Tötung erledigt werden muss, und dass es human gemacht wird. Wir fürchten uns davor, dass die Wahrheit unsere Sensibilitäten kränken könnte und uns vielleicht dazu zwingen würde, etwas zu tun. Es könnte sogar unser Leben verändern...

    Der vollständige Text der Rezension findet sich unter http://veganswines.de

    ----- Original Message -----
    From: "Gerald Lagler"
    Subject: Holocaust 2001.
    Und wieder schauen alle zu ...
    ... nur dass es sich diesmal um "vierbeinige Lebewesen" handelt. Was also unterscheidet die moderne EU-Agrarpolitik von der NSDAP? Hitler und seine Schergen hatten nur von 1933 bis 1945 "Zeit, ihre Arbeit zu verrichten"...
    ...erinnern wir uns, dass man damals auch schwieg...
    Sagen Sie bloß nicht, Sie hätten von nichts gewusst ...
    Frei nach Isaak P. Singer:

    "Wenn es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi.
    Für die Tiere ist jeder Tag Treblinka."


    Bild: Holocaust déjà vu...?



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