Anit-Info-Netzwerke im ORF

    ORF zu objektiver Berichterstattung nicht fähig
    Der ORF kann seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag nach objektiver Information der Bevölkerung nicht nachkommen. Er ist den "Netzwerken von Mächtigen" ausgeliefert. Egal, ob er als regierungsabhängiger staatlicher Rundfunk oder als von finanzstarken Interessensvertretungen abhängiger Privatsender konzepiert wird. Um eine völlige Manipuliertheit durch Politik und Geldgeber so weit als möglich zu verhindern, muss die Freiheit der Journalisten, so zu berichten, wie sie es für richtig halten, gefordert werden.

    Gewalt im ORF
    Sowohl am Nachmittag als auch am Abend sendet der ORF (meist amerikanische) Filmproduktionen, in denen es von Gewaltszenen nur so strotzt. Vor manchen Streifen wurde sogar gewarnt, man möge sich den Horror nur zu zweit ansehen, weil die Grausamkeiten alleine nur schwer zu ertragen sind.

    Gegen Gewalt
    Wenn es allerdings um Gewalt geht, die in unserer Wohlstandsgesellschaft tatsächlich in Tierfabriken, bei Tiertransporten und im Schlachthaus empfindsamen Lebewesen zugefügt wird, behauptet der ORF eine realistische Berichterstattung den Zusehern nicht zumuten zu können. Wie aber kann die Situation der Tiere je verbessert werden, wenn die Medien es ablehnen, so darüber zu berichten, dass es den Zusehern unter die Haut geht?

    Interventionen zugunsten der Fleisch-Lobby
    Von verschiedener Seite sickerten Informationen durch, dass das Senden des Schlachthausvideos von höchster Stelle im ORF und von ÖVP-Kreisen unterbunden worden war.
    Beim Salzburger Tierschutzstammtisch letzte Woche hat Frau Landtagsabgeordnete Dr. Wagner-Schöppl vor vielen Anwesenden die Namen Molterer und Weis genannt, die dagegen interveniert hätten, dass sie von Redakteurin Ulli Wolf in einem Fernsehbericht zu den Schlachthausskanalen befragt werde. Im Gegensatz zu Generalintendant Weis wären die Salzburger ORF-Verantwortlichen für eine Berichterstattung über die Gräuel bei der Schlachtung eingetreten.

    Informationspflicht des ORF
    Wie ist es möglich, dass der ORF über ein so wichtiges Thema wie Nahrungssmittelherstellung seine Zuseher nicht mit allen zur Verfügung gestellten Filmdokumenten zu informieren bereit ist? Zur Beantwortung dieser Frage ist darauf zu achten, durch wieviel AMA- und andere (oft auch in Reportagen verdeckte) Fleischwerbung die Medien ihr Geld verdienen.

    Teuflisches Erlebnis Fleischproduktion
    Es kann ja nicht gut zuerst das Fleischerteuferl in der Werbung vorgaukeln, was für ein Erlebnis es ist, im Fleischerfachgeschäft einzukaufen und in den darauffolgenden Nachrichtensendungen wird dann gezeigt, wie die Tiere im Schlachthof bei vollem Bewusstsein am Fließband hängend aufgeschnitten und zu Fleisch verarbeitet werden. Würde der ORF den Tatsachen entsprechend darüber berichtet, wie die Schlachttiere in den Schlachthäusern behandelt werden, verginge den Zusehern schnell der Gusto auf ein Erlebnis im Fleischerfachgeschäft.

    Dank Internet kann sich von der Schlachthausdokumentation, die der ORF seinen Zusehern nicht zeigen will, jeder selbst ein Bild machen.

    Dr. Friedrich Landa
    Tierschutz-Dachverbandspräsident
    066 43 43 43 66


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